• Clever heizen – viel Geld sparen

Clever heizen – viel Geld sparen

11.10.2017    

Heizsaison - Mit einer intelligent eingestellten und betriebenen Heizung lassen sich – ohne Komforteinbussen – die Heizkosten spürbar senken.

Der jährliche Heizungsservice ist erledigt und der Heizöltank voll: Der Winter kann kommen. Wenn dann allerdings die Heizung eingeschaltet wird, können dennoch einige kleine Störungen auftreten – insbesondere bei den einzelnen Heizkörpern. So sollte man etwa eine halbe Stunde nach Inbetriebnahme jeden einzelnen Heizkörper prüfen, ob er auch tatsächlich warm geworden ist. Häufig sind einzelne Steuerstifte der Thermostatventile «verhockt». Der Radiator bleibt dann kalt. Wer geschickte Hände hat, kann dieses Problem selbst beheben, andernfalls hilft der Fachmann weiter.

Ein weiterer Prüfpunkt, der die volle Funktionsfähigkeit der Heizung beeinträchtigt, sind glucksende Heizkörpern, was auf Luft im Heizwasser-Kreislauf und so auf verminderte Leistung hinweist. Dann sollten die Radiatoren entlüftet werden: Alle Heizkörper voll aufdrehen und dann im Haus von unten nach oben – vom Keller bis zur obersten Etage – mit dem geeigneten Schlüsselchen die Luft aus den Radiatoren ablassen, bis nur noch Wasser abfliesst. Fachfirmen besorgen diese wichtige Vorkehrung in der Regel ohnehin beim Jahresservice und achten dabei auch gleich auf einen gut gefüllten Heizwasser-Kreislauf. Dennoch kann es auch später notwendig werden, die Radiatoren zu entlüften.

Zu prüfen und allenfalls zu ändern ist schliesslich, ob auch alle Heizkörper ihre Wärme ungehindert frei in den Raum abgeben können. Vorhänge, Möbel oder Abdeckungen vor den Radiatoren be- oder verhindern eine optimale Wärmeverteilung im Raum.

Heizen nach echtem Bedarf
Sehr oft arbeiten Heizungen heute nach dem Prinzip: Tagsüber auf mehr oder weniger voller Leis­tung und nachts im Reduzierbetrieb. In den meisten Wohnräumen werden die Heizkörper heute dank mechanischen Thermostatventilen sinnvollerweise mit unterschiedlichen Temperaturen betrieben. Doch die Gewohnheiten ändern sich immer wieder. Mit einer Anpassung der elektronischen Heizungssteuerung lässt sich viel Geld einsparen. Das heisst: Zusätzlich zur Nachtabsenkung auch eine den Gewohnheiten entsprechende Tagabsenkung programmieren (lassen). Inzwischen bietet der Fachhandel auch elektronisch gesteuerte Thermostatventile an, mit denen jeder einzelne Raum individuell gesteuert werden kann – mit dem komfortablen Vorteil, dass auch das wieder Hochfahren der einzelnen Heizkörper – etwa eine Stunde vor der Benutzung der jeweiligen Räume – programmiert werden kann. Auch hier: Der Fachmann berät kompetent.

Lüften mit Spareffekt
Grosses Sparpotenzial beinhaltet das Lüften im Winter. Das Rezept: Stosslüften, also nur kurz, aber kräftig mit Durchzug lüften. So wird die verbrauchte Luft rasch ausgetauscht, ohne dass die Möbel und Wände auskühlen, die dann mit viel Heizenergie wieder mit aufgewärmt werden müssen. Übrigens: Dauerhaft gekippte Fenster sind Heizenergie-Vernichter erster Güte. Und wer nachts bei gekipptem Fenster schlafen will: vorher die Schlafzimmerheizung ganz herunterfahren. ebo.