• Pool oder Sitzplatz, je nach Stimmung

Pool oder Sitzplatz, je nach Stimmung

09.03.2017     Yvonne Lemmer, HEV Schweiz

Bei der Umgestaltung des Gartens darf man kreativ sein. Das zeigt das Beispiel einer Gartenanlage am linken Zürichseeufer. Der neue Aussenraum hat neben diversen sichtbaren auch einen versteckten Schatz erhalten.

Eine harmonisch abgestimmte Gartenanlage wünschten sich die Besitzer eines Einfamilienhauses in der Zürcher Seegemeinde Rüschlikon. Und pflegeleicht sollte sie sein. Ihr Grundstück umfasst 360 Quadratmeter Gartenfläche. Darin integrieren wollten die Besitzer neu auch einen Pool zum Baden, am besten aber so, dass er nicht zu viel Platz beansprucht.

Kombination aus Natur und Nutzen

Die Gartengestalter von Plan- 2Garten starteten die Umbauarbeiten mit dem sechs Meter langen Cortenhochbeet, das die Abgrenzung zum Nachbarsgrundstück bildet. Mithilfe eines Kranfahrzeugs brachten sie das Cortenhochbeet in die richtige Position. Corten ist ein wetterfester Baustahl, der nur bis zur Sperrschicht rostet. Man wählt ihn für den Garten aus, weil er sich mit seinem changierenden Farbton gut in die Natur integriert. Zudem ist er zeitlos und pflegeleicht. Jede der Cortenplatten ziert ein spezielles Sujet – dieses wählte die Bauherrin aus. In Kombination mit den Cortenelementen reihten die Gartengestalter die Granitplatten nacheinander auf. Die Neugestaltung dieses Teils des Gartens hat aber nicht nur etwas für das Auge zu bieten, das Cortenhochbeet dient zugleich als Stützmauer zur Hangsicherung. In die Mauer eingebettet ist ein Cheminée, das für gemütliche Stunden draussen am Ethanolfeuer sorgt. Anzünden lässt sich das Feuer ganz modern per Fernbedienung. Bei den Bodenplatten neben der Stützmauer entschieden sich die Besitzer, denselben Stein zu verwenden, der bereits im Garten verlegt war: Schweizer Granit.

Verstecktes Schwimmvergnügen

Jetzt aber zum versteckten Schatz des Gartens. Den Bauherren war es wichtig, dass der Pool nicht gleich den ganzen Garten einnimmt. Deshalb fiel ihre Wahl auf einen versenkbaren Pool, dessen Fläche sie in verschlossenem Zustand als Sitzplatz nutzen können. Die begehbare Abdeckung des Pools ist so robust, dass sie dem Gewicht eines Autos standhält. Auch hier haben die Gartengestalter wieder Bodenplatten aus Schweizer Granit verwendet, damit der Garten einheitlich daherkommt. Um aus dem Sitzplatz ein Schwimmbecken zu machen, wird die Abdeckung über eine spezielle Hydraulik heruntergefahren. Beim Absenken fährt automatisch eine Edelstahltreppe mit Granitstufen aus. Und das Gute ist: Der Poolboden lässt sich auf jeder beliebigen Höhe fixieren – ein Planschbecken für Kleinkinder wie auch ein maximal eineinhalb Meter tiefes Becken zum Schwimmen sind möglich. Die Konstruktion ist mechanisch gesichert. Es dauert drei Minuten, bis der Boden abgesenkt oder hochgefahren ist. Die Wasseraufbereitung erfolgt mit Aktivsauerstoff, chlorfrei. Als Option kann eine Wärmepumpe eingebaut werden, die für angenehme Wassertemperaturen das ganze Jahr über sorgt. Wer sportlich schwimmen möchte wie die Bauherren, lässt eine Gegenstromanlage einbauen.

Der etwas andere Rasen

Der versenkbare Pool ist von einer Rasenfläche umgeben. Allerdings ist es in diesem Fall kein Echt-, sondern ein Kunstrasen. Dadurch, dass auf einer Seite des Grundstücks zu wenig und auf der anderen zu viel Sonne einstrahlt, litt der bisherige Naturrasen. Es war den Besitzern unmöglich, eine schön homogene Rasenoberfläche zu erreichen. Deshalb entschieden sie sich im Zuge der Gartenumgestaltung für einen Kunstrasen. «Wir sparen Zeit, weil wir den Rasen nicht pflegen müssen », sagen die Besitzer. Rund um den Pool sähen sie den Vorteil des Rasenteppichs zudem darin, dass keine Erde oder kein sonstiger Schmutz in das Wasser getragen werden.

Pflanzen, die wenig Pflege benötigen

Auch bei der Bepflanzung war es den Hausbesitzern wichtig, möglichst pflegearme Gewächse um sich herum zu haben. Die Gartengestalter von Plan2Garten wählten deshalb immergrüne und standortgerechte Pflanzen wie Ahorn, Azaleen und Eiben aus. Akzente wollten sie mit Palmen setzen, die in den verschiedenen Bereichen des Gartens Platz finden. Ihre Wahl fiel auf Tessinerpalmen. Die Palmen sind winterhart und können Minustemperaturen bis –17 Grad Celsius überstehen. Bei den Gefässen entschieden sich die Hausbesitzer einheitlich für edle Chromstahlgefässe, die zum Granitstein der Sitzplatzflächen passen. Den Gestaltern ist es zusammen mit den Hausbesitzern gelungen, eine abwechslungsreiche Gartenlandschaft aus Sitzplätzen, passender Bepflanzung und stimmungsvoller Beleuchtung zu kreieren – inklusive versteckter Überraschung.

Weitere Informationen zur Gartenumgestaltung und dem versenkbaren Pool: